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Auswirkungen der europäischen Energiepolitik auf den deutschen Atomausstieg

  • Nach der Bundestagswahl am 27. September 2009 steht der Atomausstieg in Deutschland wieder ganz oben auf der politischen Agenda. Eine aktuelle Bestandsaufnahme aller ma\geblichen Argumente erscheint somit zwingend notwendig. Dabei sollte der Blickwinkel nicht national beschränkt bleiben, sondern vor allem der Einfluss der europäischen Dimension dieser Thematik miteinbezogen werden. Auf europäischer Ebene zeigt sich eine Position zu Gunsten der Kernenergie. Unter den 27 EU-Staaten findet gerade eine Renaissance der Atomkraft statt. Die drei europäischen Organe befürworten den umfangreichen Einsatz der Kernenergie als langfristigen Bestandteil des Energieträgermix. Deutschland gehört mit seinem Beschluss zum Atomausstieg einer Minderheit an. Als Teil eines immer stärker zusammen wachsenden und letztendlich vollständig integrierten europäischen Strommarktes wird Deutschland langfristig stets mit Atomstrom versorgt werden. Dies gilt losgelöst von dem Einsatz von Kernkraftwerken im Inland. Eine Abschaltung der Anlagen führt damit nicht zur Zielerreichung der Atomkraftgegner, sondern lediglich zu zusätzlichen energietechnischen Herausforderungen bei der Sicherstellung der deutschen Stromversorgung. Der deutsche Atomausstieg sollte aus diesem Grund von der neuen Bundesregierung zurück genommen werden.

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Metadaten
Author:Martin Büdenbender
DOI:https://doi.org/10.1007/s12398-009-0039-4
ISBN:1866-2765
Parent Title (German):Zeitschrift für Energiewirtschaft
Document Type:Article
Language:German
Year of Completion:2009
Date of the Publication (Server):2022/08/10
Volume:33
Issue:4
First Page:341
Last Page:350
Link:https://doi.org/10.1007/s12398-009-0039-4
Zugriffsart:campus
Institutes:FH Aachen / Fachbereich Wirtschaftswissenschaften